Ein Ausflug ins Labor: Wie kommt die Farbe ins Feuerwerk?

Warum ist Feuerwerk bunt? Wie kommt die Farbe ins Feuerwerk? Lightfire Feuerwerke hat die Antwort!

Ein Ausflug ins Labor: Wie kommt die Farbe ins Feuerwerk?

09:47 22 Oktober in Feuerwerk, Pyrotechnik
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Entzündet man ein Streichholz, so stellt man schnell fest: Mit Feuerwerk hat das nichts zu tun. Feuer ist orange – Feuerwerk dagegen kann grün, weiß, blau und sogar lila sein. Klingt erstmal logisch, doch wie kommt die Farbe eigentlich ins Feuerwerk?

Die richtige Chemie

Tatsache ist: Feuerwerk war lange gar nicht bunt, sondern orangerot – wie Feuer eben. Erst mit dem technischen und wissenschaftlichen Fortschritt im 18. und 19. Jahrhundert entdeckte man die Zusammensetzung, um Funken auch in Farbe sprühen zu lassen. Das Geheimnis? Die richtige Chemie. Die Farbe im Feuerwerk hat nichts mit Farbstoffen oder optischen Täuschungen zu tun, sondern geht auf chemische Reaktionen zurück.

Im Inneren der Rakete

Welche Farbe der Effekt hat, kommt auf die Zusammensetzung der Substanzen im Feuerwerkskörper an. In einer Rakete befinden sich Leuchtkugeln mit Schwarzpulver für die Zündung und weiteren Chemikalien – darunter auch flammenfärbende Zusatzstoffe. Sie werden verbrannt, wenn der Effekt entzündet wird. Wer im Chemieunterricht nicht nur Schiffe versenken gespielt hat, weiß, dass bei einer Verbrennung Energie frei wird – und zwar nicht nur in Form von Wärme, sondern auch in Form von Licht. Welche Farbe dieses Licht hat, hängt von seiner Wellenlänge ab. Und die wiederum ist von Substanz zu Substanz verschieden.

Warum ist Feuerwerk bunt? Wie kommt die Farbe ins Feuerwerk? Lightfire Feuerwerke hat die Antwort!

Eine Frage der Wellenlänge

Die Chemikalien verbrennen also in unterschiedlichen Farben, die von den verschiedenen Wellenlängen herrühren: Natriumsalze senden Licht mit einer Wellenlänge von unter 600 Nanometern ab und erscheinen deshalb gelb. Strontiumsalze senden Licht mit einer Wellenlänge zwischen 605 und 682 Nanometern ab und verbrennen rot. Das Licht der Bariumsalze leuchtet grün, das Licht der Kupfersalze grün oder blau. Es kommt vor allem auf die chemische Zusammensetzung an, welche Verbindungen beim Verbrennen welche Farbe abgeben. Lilafarbene Funken entstehen zum Beispiel durch eine Kombination aus Kupfer- und Strontiumsalzen. Das genaue Rezept für die Farbe im Feuerwerk hüten die Hersteller aber wie ihre Augäpfel – schließlich hängt davon die Qualität ihrer Produkte ab, denn die Farbintensität ist ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung von Feuerwerkskörpern.

Special Effects gefällig?

Bunte Funken sind aber nicht alles bei einem Feuerwerk. Gleißende Blitze, glitzernde Funkenschweife – auch diese Effekte haben mit der Zusammensetzung der Chemikalien zu tun. Ein goldener Funkenschweif entsteht durch verbrennende Eisenspäne, ein blausilberner Schweif durch Titan-Pulver. Diese Substanzen werden mit dem Schwarzpulver vermischt und verglühen nach der Zündung gut sichtbar, während der Feuerwerkskörper in den Himmel hinaufsteigt. Für einen gleißenden Lichtblitz, der bei der Explosion entsteht, ist Magnesiumpulver verantwortlich, das durch eine chemische Reaktion helles Licht freisetzt.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Die richtige Chemie bewirkt die Magie – mit Zauberei hat das Ganze aber nichts zu tun. Je nachdem, welche Chemikalien in welcher Zusammensetzung in einem Feuerwerkskörper enthalten sind, erstrahlen die Funken in den bunten Farben, die das moderne Feuerwerk so abwechslungsreich machen.

Sebastian Riethues

info@lightfire-feuerwerke.de

Wir bringen das Feuer ins Feuerwerk: Mit Herzblut und Handwerk veranstalten wir Pyrokunst vom Feinsten. In diesem Blog berichten wir über unsere Arbeit als Pyrotechniker, Feuerwerk und alles, was dazugehört.

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