Hinter den Kulissen: Wie wird man eigentlich Pyrotechniker?

Wie wird man Pyrotechniker? Wo kann man in Nordrhein-Westfalen Helferscheine und Lehrgänge zum Pyrotechniker machen? Lightfire Feuerwerke weiß die Antwort!

Hinter den Kulissen: Wie wird man eigentlich Pyrotechniker?

11:00 12 November in Pyrotechnik, Ratgeber
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Wie wird man eigentlich Pyrotechniker? Das fragen sich viele – vom Schulkind, das mit glänzenden Augen ein Silvesterfeuerwerk bestaunt, bis hin zum Frühpensionär, der sich in der Rente nicht langweilen will. Und da wir das zufällig aus erster Hand wissen, plaudern wir heute mal aus dem Nähkästchen: So wird man Pyrotechniker!

Das muss man mitbringen

Die wichtigste Information gleich vorweg: Pyrotechnik ist nichts für Leute, die schnell die Flinte ins Korn werfen. Denn bevor man überhaupt an den entsprechenden Lehrgängen teilnehmen darf, muss man Praxiserfahrung sammeln – und davon nicht zu wenig: Erst mit 26 Helferscheinen erfüllt man die Zulassungsvoraussetzung für den Grundlehrgang Abbrennen von Großfeuerwerken. Heißt: Bei 26 Großfeuerwerken muss der zukünftige Lehrling beim Aufbau, beim Abbrennen und beim Abbau geholfen haben um die entsprechenden Helferscheine zu bekommen. Das ist schon ganz schön viel Einsatz.

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Pyrotechnik – die Berufung als Beruf

Nicht zuletzt, da Pyrotechniker hierzulande kein klassischer Ausbildungsberuf ist. Mit einem monatlichen Ausbildungsgehalt darf man also nicht rechnen, und auch Reisekosten zahlt man zu Beginn durchaus aus eigener Tasche. Darüber hinaus muss man in Eigeninitiative Feuerwerksbetriebe kontaktieren und jene finden, die angehende Pyrotechniker unter ihre Fittiche nehmen. Kein Wunder also, dass Pyrotechniker zu den Menschen gehören, bei denen „Beruf“ noch von „Berufung“ kommt.

(Übrigens: Wer bei uns in der Region als Feuerwerkshelfer in diesem Bereich näheren Einblick möchte, ist herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden!)

Gesucht: Er oder sie, zuverlässig, feinmotorisch, lärmresistent

Nicht nur Hartnäckigkeit, auch Zuverlässigkeit ist eine wichtige Eigenschaft von Pyrotechnikern. Schließlich hantieren sie mit gefährlichen Stoffen. Da muss jedes Teammitglied seine Aufgabe kennen und bereit sein, mit anzupacken. Zwar hat Pyrotechnik auch viel mit Planung, Organisation und Kreativität zu tun – ein professionelles Feuerwerk wird schließlich nicht improvisiert –, doch Aufbau und Abbau sind immer noch Muskelarbeit, vor der man nicht zurückscheuen darf. Ein gewisser Grad an Feinmotorik ist auch nicht verkehrt. Zündanlagen verkabeln, Effekte in Abschussmörser verladen und explosives Material mit sicherem Griff handhaben: Wer regelmäßig danebenpatscht, sollte sich seinen Berufswunsch noch einmal überlegen. Und das allerwichtigste: Keine Angst vor Krach – ein Feuerwerk knallt ordentlich.

Wie wird man Pyrotechniker? Wo kann man in Nordrhein-Westfalen Helferscheine und Lehrgänge zum Pyrotechniker machen? Lightfire Feuerwerke weiß die Antwort!

Nun fehlt nur noch Passierschein A 38…

Hat man alle 26 Helferscheine gesammelt, gilt es nur noch zwei Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen: Erstens kann man die Lehrgänge erst ab einem Alter von 21 Jahren und bei voller körperlicher und geistiger Eignung besuchen. Und zweitens muss man eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom zuständigen Amt für Arbeitsschutz (oder in manchen Bundesländern vom Gewerbeaufsichtsamt) einholen, die beweist, dass man sein bisheriges Leben als rechtschaffener Bürger verbracht hat, der dem Gesetz nicht in die Quere gekommen ist.

Zurück auf die Schulbank

26 Scheine liegen vor, das 21. Lebensjahr ist erreicht und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist auch zur Hand – nun geht es auf zum Lehrgang. Private Lehrgangsträger wie die Sprengschule Dresden oder bei uns in der Region das Sprengtechnik Technologie Zentrum Siegen bieten fünf- bis sechstägige Intensivkurse an, in denen zukünftige Pyrotechniker alles erfahren, was sie wissen müssen: Von grundlegenden Rechtsvorschriften über den Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen bis hin zur praktischen Vertiefung sieht der Lehrplan ein Rundum-Programm vor. In einer schriftlichen, mündlichen und einer praktischen Prüfung muss der Lehrling schließlich beweisen, was er gelernt hat. Für Bühnenpyrotechnik, Filmpyrotechnik oder andere Spezialisierungen gibt es jeweils getrennte Lehrgänge.

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Wie es weitergeht

Wer nach bestandenem Lehrgang sofort die Ärmel hochkrempeln und ein Feuerwerk zünden will, der ist am Besten aufgehoben, wenn er einen Befähigungsschein nach §20 beantragt. Damit darf er im Auftrag eines professionellen selbstständigen Pyrotechnikers an Großfeuerwerken mitarbeiten – ohne, dass er sich selbst mit hohem finanziellen Einsatz um ein eigenes Lager und große Bestände kümmern müsste. Übrigens: Für frischgebackene Pyrotechniker, die mit Herzblut bei der Sache sind, haben wir immer einen Platz frei. Wer also im besten Fall schon ein paar Helferscheine bei uns gemacht hat oder gerade ins Berufsleben als Pyrotechniker einsteigen will, den nehmen wir gerne dauerhaft ins Team auf.

Und wo wir gerade dabei sind: Was man dann als fertig ausgebildeter Pyrotechniker im Tagesgeschäft so alles zu tun hat, haben wir hier und hier erzählt.

Sebastian Riethues

info@lightfire-feuerwerke.de

Wir bringen das Feuer ins Feuerwerk: Mit Herzblut und Handwerk veranstalten wir Pyrokunst vom Feinsten. In diesem Blog berichten wir über unsere Arbeit als Pyrotechniker, Feuerwerk und alles, was dazugehört.

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