Über den Tellerrand geschaut: Feuerwerk rund um die Welt

Lightfire Feuerwerke aus dem Münsterland / NRW lädt ein zur Weltreise: Was bedeutet Feuerwerk rund um die Welt?

Über den Tellerrand geschaut: Feuerwerk rund um die Welt

12:09 29 Oktober in Feuerwerk
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Silvester, Hochzeiten und Geburtstage sind nicht die einzigen Anlässe, ein Feuerwerk zu zünden. Rund um die Welt haben die Menschen ganz verschiedener Kulturen das Feuerwerk zum festen Bestandteil ihrer Bräuche und Traditionen gemacht. Anlass genug, mal einen Blick über den Tellerrand zu werfen: Was bedeutet Feuerwerk in anderen Ländern?

Neujahrsfest im Februar

Die Erfinder des Feuerwerks stammen aus dem alten China. Hier warf man Bambusstücke ins Feuer, wo sie mit einem lauten Knall platzten. Der Lärm sollte üble Geister in die Flucht schlagen. Später füllte man lange Bambusrohre mit einer explosiven Mischung, um die Wirkung zu verstärken – die Anfänge des Feuerwerks waren gemacht. Bis heute wird zum Chinesischen Neujahrsfest, das zwischen Ende Januar und Ende Februar stattfindet, ein gewaltiges Feuerwerk gezündet. Dahinter steckt eine schaurige Legende: Einmal im Jahr kommt ein menschenfressender Dämon, das sogenannte Jahresmonster, aus den Bergen hinab, um sich nach dem Winterschlaf zu laben. Mit Lärm und Feuer versuchen die Menschen, es zu vertreiben.

Lightfire Feuerwerke aus dem Münsterland / NRW lädt ein zur Weltreise: Was bedeutet Feuerwerk rund um die Welt?

Knallfrösche gegen Germanengötter

Unser moderner Brauch, es zu Silvester ordentlich knallen zu lassen, stammt übrigens von einer ähnlichen Tradition her: Die Germanen glaubten, dass der Kriegsgott Wotan in den längsten und dunkelsten Nächten der kalten Jahreszeit sein Unwesen trieb. Um ihn und sein Geisterheer abzuwehren, machten sie um den Jahreswechsel herum so viel Krach wie irgend möglich. Zum Beispiel setzten sie große Holzräder in Brand und ließen sie Abhänge hinabrollen. Das gab nicht nur ordentlich Getöse, sondern brachte auch Licht ins Dunkel: Die bedrohlichen Schatten verschwanden. So entstand der Brauch, zur Neujahrsnacht mit viel Licht und Lärm die bösen Geister des alten Jahres zu vertreiben. Vor dem Mittelalter benutzten die Menschen dazu klappernde Töpfe und rasselnde Ketten, im 10. Jahrhundert läutete man Kirchenglocken und feuerte Gewehre ab – heute stehen Böller und Feuerwerk auf dem Programm.

Feuerwerk für die Unabhängigkeit

Nicht nur an Silvester zündet man rund um die Welt ein großes Feuerwerk. In verschiedenen Kulturen gehört das Spektakel bei der Feier wichtiger Anlässe dazu. Zum Beispiel am Independence Day in den USA: Die Feierlichkeiten am vierten Juli sind ohne ein gewaltiges Feuerwerk undenkbar. John Adams, Mitverfasser der Unabhängigkeitserklärung, war schon 1776 der Meinung, dass dieser große Tag mit einem entsprechend großen Fest zelebriert werden sollte – Salutschüsse, riesige Leuchtfeuer und Feuerwerk inklusive. Die erste Feier der Unabhängigkeit fand am 4. Juli 1777 statt: Nachdem dreizehn Kanonenschüsse abgegeben wurden, die für die amerikanischen Kolonien standen, erleuchtete man den nächtlichen Himmel mit einem Feuerwerk.

Lightfire Feuerwerke aus dem Münsterland / NRW lädt ein zur Weltreise: Was bedeutet Feuerwerk rund um die Welt?

Lang lebe der König!

In England werden Feuerwerke traditionell am 5. November gezündet, in der sogenannten Guy Fawkes Night. Auch das hat eine lange Tradition: Am selben Tag im Jahr 1605 versuchte eine Gruppe von Attentätern um einen Mann namens Guy Fawkes, das britische Parlament in die Luft zu sprengen. Der Anschlag wurde jedoch verhindert und König James I. überlebte. In den Straßen entzündeten die Bürger Freudenfeuer, und seither wird der Tag mit großen Lagerfeuern und gewaltigen Feuerwerken gefeiert.

Die Rückkehr eines Gottes

Auch in Indien wird überall in den Straßen Feuerwerk gezündet, um das Lichtfest Diwali zu zelebrieren. Je nach lokaler Tradition und religiösen Bräuchen fallen die Feiern etwas unterschiedlich aus: In Nordindien geht der Brauch zum Beispiel auf eine Legende zurück, die erzählt, wie der Gott Rama mit seiner Frau und seinem Bruder nach 14 Jahren Exil in die Hauptstadt zurückkehrte. Zu seiner Begrüßung entzündeten die Menschen entlang seines Weges kleine Öllampen. Neben der festlichen Belichtung, mit denen die Menschen dort während der Feiertage Ende Oktober ihre Häuser schmücken, gehören heute auch Wunderkerzen, Knallfrösche und Feuerwerke dazu.

Effekte und Farben sind also nicht die einzigen Aspekte, die Vielfalt ins Feuerwerk bringen. Geschichte, Mythologie, Tradition – all das trägt dazu bei, dass Feuerwerk uns immer wieder in seinen Bann schlägt!

Sebastian Riethues

info@lightfire-feuerwerke.de

Wir bringen das Feuer ins Feuerwerk: Mit Herzblut und Handwerk veranstalten wir Pyrokunst vom Feinsten. In diesem Blog berichten wir über unsere Arbeit als Pyrotechniker, Feuerwerk und alles, was dazugehört.

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